Den „Weisheiten der Gasse“ auf der Spur
In Friesdorf gibt es schon länger Ambitionen, lang vergessene rheinische Sprüche in den Alltag zurückzuholen. Was sich hinter Weisheiten wie „Wo all ene Puckel han, laach me öve ne jrade Mann“ verbirgt und welches neue Angebot es für Interessierte gibt
(15. Dezember 2025, General-Anzeiger)
Von Jan-Oliver Nickel
Bonn-Friesdorf. So manches Sprichwort der rheinischen Mundart verliert trotz gelegentlich auftretender Sprachbarrieren auch heutzutage nicht an Charme und Relevanz. So lässt sich etwa die bönnsche Weisheit „Allzevell es onjesond“ (allzu viel ist ungesund) auf eine Vielzahl von Alltagssituationen anwenden: Allzu viel Zucker, Bildschirmzeit, Arbeit – das Leben sollte eben mit Maß genossen werden. Da man von klugen Weisheiten aber selten genug bekommen kann, haben es sich der Friesdorfer Heimatforscher Karl Josef Schwalb und die Künstlerin und Kalligraphin Anne Stöcker schon seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht , den rheinischen Weisheiten einen gut sichtbaren Platz in Friesdorf einzuräumen.
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