Vergessenen Opfern Namen zurückgeben
Historiker Ansgar Sebastian Klein erinnert an Godesberger, die unter den Nationalsozialisten Zwangsterilisation und Euthanasie zum Opfer fielen
(24. April 2026, General-Anzeiger)
Von Ebba Hagenberg-Miliu
Bad Godesberg. Wenn Menschen ihre Mitmenschen erst als anders, dann als weniger wert und irgendwann als aus der Gemeinschaft zu entfernen abwerten, dann verstößt das gegen unser Grundgesetz. Denn das haben ja deren Mütter und Väter nach 1945 wegen der mörderischen Erfahrungen von Verfolgung, Vertreibung, Holocaust und Euthanasie mit dem Satz begonnen: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Sie zu achten und zu schützen, dieser Verpflichtung hatte sich zwischen 1933 und 1945 der Nazistaat und damit auch die Stadt Godesberg diametral entgegengestellt. Am Beispiel von Zwangssterilisierung und Euthanasie auch an Godesberger Bürgern dieser Zeit erinnert daran nun ein wichtiger Beitrag von Ansgar Sebastian Klein in der neuesten Ausgabe der „Heimatblätter“.
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