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VHH
Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V.

Rundbrief Februar 2021

Rundbrief als PDF

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen heute den 58. Band der Godesberger Heimatblätter trotz der Corona-Pandemie pünktlich wie immer überreichen zu können. Bisher haben wir immer gleichzeitig zur jährlichen Mitgliederversammlung und für die ersten Studienfahrten im neuen Jahr einladen können. Doch damit müssen wir uns erst einmal noch weiter gedulden.

Der nun vorliegende 58. Band umfasst 200 Seiten mit 12 größeren und 5 kleineren Beiträgen sowie den Vereinsbericht für 2020 und 3 Rezensionen. Seit dem 50. Band haben die Jahresbücher einen festen Einband und ein gefälliges Layout. Aber nicht nur das Äußere stimmt, sondern auch der Inhalt.

Zuerst finden Sie auf dem Umschlag ein Bild von Johanna Schopenhauer als Malerin mit ihrer Tochter Adele, die im Mittelpunkt der ersten Geschichte steht. Im Jahre 1828 verließ diese nach zwei Liebesenttäuschungen Weimar und kam nach Godesberg. Warum sie hier neuen Lebensmut schöpft und Johann Wolfgang von Goethe als Vater benennen darf, erfahren Sie beim Lesen des von Francesca Fabbri spannend geschriebenen Beitrags.

Mit dem fast 100 Jahre späteren Ersten Weltkrieg befasst sich Bernd Birkholz. Zum einem schildert er wo – in fast allen Godesberger Ortsteilen – Lazarette aufgemacht wurden und was aus diesen – meistens noch bestehenden – Häusern geworden ist. Sicherlich genauso interessant ist zu erfahren, wie die Verwundeten mit speziellen Lazarettzügen befördert wurden, vom Bonner Bahnhof nach Godesberg mit der Straßenbahn gebracht wurden und dann zu Fuß in ihr jeweiliges Lazarett gehen mussten oder auf Krankentragen dorthin geschoben wurden. Außerdem berichtet er Neues von dem bekannten Godesberger Original Mathias Natius, der bei einer Rauferei seine linke Hand verloren hatte und sich selbst Prothesen für seinen Beruf als Schmied angefertigt hatte. Er wurde nun den Kriegsversehrten als lebendes Vorbild dafür gezeigt, dass man auch mit Prothesen sein Leben wieder meistern kann.

In zwei weiteren Beiträgen befassen sich Norbert Schloßmacher und Paul Haag mit dem Zweiten Weltkrieg. Der Stadtarchivar Schloßmacher ist immer wieder nach Klaus Barbie, dem Schlächter von Lyon, befragt worden, weil dieser in Godesberg geboren worden ist. Er bietet uns einen Einblick in seine Kenntnisse, die er auch aufgrund der Anfragen aus dem In- und Ausland erworben hat. Paul Haag hat den Krieg als Kind im Bendel erlebt und lässt uns an dem Familienleben teilhaben, humorvoll mit den kleinen Freuden, aber auch dem großen Leid.

In die Gegenwart führt uns Rolf Dörrstock mit der Geschichte des (inzwischen ehemaligen) Landesvermessungsamtes und bewahrt so nachahmenswert, wie es zu dem Sitz dieser Landesbehörde am Rande von NRW kam und welche Aufgaben sie hatte.

Damit ist noch nicht einmal die Hälfte der Beiträge angesprochen und Sie werden beim Lesen sicherlich auf viel bisher Unbekanntes stoßen.

Viel Vergnügen beim Lesen und bleiben Sie gesund
Ihr Martin Ammermüller

Zur Erinnerung: Am 10. März wird der Jahresbeitrag von 24 € (12 € Familienmitglieder) abgebucht. Die meisten Selbstzahler haben bereits zum Jahresanfang gezahlt, die restlichen bitte jetzt.
Danke für die Spenden und Anerkennung unserer Arbeit für Bad Godesberg!

Archiv der Rundbriefe (PDF)

Rundbrief Februar 20201(PDF-Dokument)

Rundbrief Dezember 2020 (PDF-Dokument)

Rundbrief September 2020 (PDF-Dokument)

Rundbrief Februar 2020 (PDF-Dokument)

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