Wappen von Bad Godesberg
VHH
Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V.

Schweinheim

(Alphabetische Aufzählung der Straßen. * = Infotafel geplant,** = Infotafel vorhanden. Die jeweilige Nr. im „Spaziergang durch Schweinheim“ ist vermerkt.)

Schweinheim liegt auf dem Hang vor dem Kottenforst. Es bietet von vielen Stellen einen imposanten Blick über Godesberg mit der Godesburg bis hin zum Siebengebirge. Der heute eigene Ortsteil gehörte früher zum Dorf Godesberg. Damals war er nur eine kleine Ansiedlung zum Betreiben der Landwirtschaft. Der Name stammt daher, dass früher die Schweine zur Eichelmast in den Kottenforst getrieben wurden. Vom Ortskern zeugen noch die St. Sebastianus-Kapelle (Pestkapelle) und einige benachbarte Häuser. Die erste urkundliche Erwähnung von „Svenheim“ stammt aus dem Jahre 1156. Am Ende des 19. und zu Beginn des 20 Jahrhunderts wurde das evangelische Godesheim gebaut, ebenso die Sanatorien Schloss Rheinblick und Godeshöhe. Die stattlichen Gebäude standen lange Zeit völlig frei. Inzwischen ist der Ortsteil weitgehend mit Wohnhäusern und verschiedenen Einrichtungen bebaut. Dazu gehören das evangelische Waldkrankenhaus und Altenheim, Schulen und Sanatorien. Das im Tal liegende Kloster Marienforst gehört ebenfalls zu Schweinheim. In dem Ortsteil leben rund 3.000 Einwohner.

Horionstraße (Zwischen Winterstraße und Venner Weg)
Ehemaliges Schloss Rheinblick*, Hausnr. 1 (Nr. 1 im Spaziergang)
Marienforster Straße (Zwischen Burgstraße und Pecher Straße)
Ehemaliges Kloster Marienforst*, Hausnummern 52 und 54 (Nr. 18 im Spaziergang durch Alt-Godesberg)

Waldburgstraße (Zwischen Winterstraße/Horionstraße und Quellenstraße/Freier Weg)

Blick auf die St. Sebastianuskapelle

St. Sebastianuskapelle**, Hausnr. 32 a (Nr. 16 im Spaziergang)

Die Kapelle wurde am 29. Juni 1915 geweiht. Sie wurde im neobarocken Stil errichtet. Besonders fällt das geschweifte und schiefergedeckte Dach mit dem Türmchen auf. Dessen Formen sind in das Innere übertragen. Von der alten Kapelle wurden das Glöckchen und der Turmhahn übernommen. Beides stammte ursprünglich vom Kloster Marienforst. Auch die Statue des heiligen Sebastianus stand bereits in der alten Kapelle. Sie wird gegen Pest und andere Seuchen angerufen.  Der gleichnamige Vorgängerbau stand auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Er wird wohl im Zusammenhang mit einer Pestepidemie entstanden sein. Bereits dieses Kirchlein trug eine Inschrift, wonach 1666 die Pest bis dorthin gegangen sei. Deshalb hieß sie auch Pestkapelle. Die Schweinheimer St. Sebastianus-Bruderschaft wurde 1902 gegründet und pflegt die Verehrung ihres Namenspatrons.

Menü