VHH Bad Godesberg
VHH
Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V.

Kunst am Godesberger Stadtpark

Geführte Spaziergänge des Heimatvereins

(24. Juli 2019 General-Anzeiger Bonn)

BAD GODESBERG. Der Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg (VHH) bietet wie alljährlich auch dieses Jahr in den Sommerferien geführte Spaziergänge an. Die Spaziergänge sind für alle Interessierte offen und kostenlos. Sie finden jeweils mittwochs um 17 Uhr statt.

Einen Spaziergang durch Plittersdorf mit Richard Grebert bietet der Verein an diesem Mittwoch an. Treffpunkt ist zum ersten Mal an der Kirche Sankt Evergislus, Hardtstraße 14. Wer mit dem Bus kommt, steigt an der Haltestelle Kanalstraße aus. Der Namensgeber der Kirche,  Evergislus,  amtierte  im 5. Jahrhundert als fünfter Kölner Bischof, ist auf der Homepage der Kirchengemeinde zu lesen. Er starb 594 auf einer Missionsreise in Tongern. Die Reliquien des Heiligen und Märtyrers befinden sich heute in der Kölner Kirche Sankt Peter. Von der Kirche aus geht es vorbei am Mausoleum Carstanjen und der amerikanischen Kirche in den alten Ortskern. Das Mausoleum war das größte private seiner Art am Rhein. Ursprünglich als Familiengruft genützt, dient es heute als öffentliche Urnengrabstätte. Das Bauwerk  steht  unter  Denkmalschutz. Die Stimson Memorial Chapel ist eine evangelische Kirche, sie wurde in den 1950er Jahren im Stil amerikanischer Kolonialarchitektur erbaut. 1999, kurz vor dem Umzug der amerikanischen Botschaft nach Berlin, wurde die Kapelle der Stadt Bonn geschenkt.

Am 31. Juli dann heißt es „Von Skulptur zu Skulptur – Kunst rund um den Godesberger Stadtpark“. Treffpunkt für die Tour mit Inke Küster ist am Haus an der Redoute, Kurfürstenallee. Wer die Route nachlesen möchte, wird in den Bad Godesberger Heimatblättern, Band 52, ab Seite 72 fündig.  ie Teilnehmer erfahren allesrund um verschiedene Skulpturen rund um die Redoute und den Stadtpark, darunter die Godesberger Nymphe, die im Vorgarten der Redoute steht. Karl von Heydt schenkte sie 1912 der Gemeinde Godesberg für einen am Rheinufer zu schaffenden Skulpturenpark, heißt es in dem Aufsatz des VHH-Vorsitzenden Martin Ammermüller. Sie verursachte einen Skandal, weil die junge Frau völlig nackt dargestellt und nicht wie üblich durch Beiwerk als antike Nymphe „verschleiert“ wurde. „Ein großer Teil der Godesberger Bevölkerung empörte sich und sah die Sittlichkeit gefährdet“, so Vorsitzender Ammermüller.

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