VHH Bad Godesberg
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Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V.

Zuhause in Godesberg

55. Ausgabe der Heimatblätter erschienen – Verein würde sich über neue Autoren freuen

(7. März 2018 Blickpunkt)

Die mittlerweile 55. Ausgabe der jährlich erscheinenden Heimatblätter in ununterbrochener Reihenfolge ist nunmehr erhältlich. Der Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V., Martin Ammermüller, stellte sie vor. Inhalte sind wie immer spannende Geschichten aus der Geschichte Bad Godesbergs. Manche Impressionen der zum Teil neu gewonnenen Autoren lesen sich wie ein spannender Roman. Und das ganz ohne Heimattümelei. Denn da heißt es ja häufig, dass früher alles besser war und die Jetztzeit eine schiere Katastrophe. Von einer solchen Attitüde distanziert sich der Heimatverein ausdrücklich. Horst Heidermann beispielsweise beschreibt im Hauptbeitrag die Entwicklung des Godesberger Buchhandels. Im Jahr 1913, als nur 1675 Orte in Deutschland überhaupt über eine Buchhandlung verfügten, waren es in Godesberg bereits derer drei.

Friedhelm Schulz hat die Geschichte der Moltkestraße in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts per Foto fest gehalten und erzählt, wie die Straße früher aussah.

Martin Ammermüller hofft auf zahlreiche neue Autoren, da die bisherigen allmählich in ein Alter kämen, in dem sie nicht mehr schreiben wollten. Er sieht die Jugend als sehr geschichtsbewusst und –interessiert. Der Begriff „Heimat“ ist für ihn vielschichtig. 70 bis 80 Prozent aller Bonner sind zugezogen. Für jeden bedeutet „Heimat“ seiner Meinung nach etwas anderes. Deshalb sei es besser, diesen Begriff durch das „Zuhause“ zu ersetzen. In dem Buch geht es demnach darum, wie das Zuhause der Godesberger zu dem geworden ist, was es heute ist. Und das hat mit angestaubter Vergangenheitsklitterung nichts zu tun, sondern ist viel eher eine saubere Aufarbeitung von früherem Geschehen. Das Buch, unter der Ägide des neuen Redakteurs Karl Hermann Amthauer erschienen, kostet 10 Euro. Die 900 Vereinsmitglieder erhalten es kostenlos.

Alle anderen bekommen es im Rathaus, bei den Stadtwerken oder beim Stadtmarketing in deren jeweiligen Godesberger Zweigstellen.

Der Heimatverein hat zudem eine neue Geschäftsstelle im Villenviertel, die im Mai bezogen werden soll. Ein edler Spender hat das Haus dem Verein vererbt. Das Haus muss allerdings noch aufwändig für 400.000 Euro saniert werden.

Zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins – in 2019 gefeiert – erscheint im Herbst d. J. der Bildband „Schönes Bad Godesberg“ mit ausgewählten 230 Bildern vor allem der Godesberger Wahrzeichen Burg, Redoute, Draischbrunnen und Rhein. Martin Ammermüller bittet schon heute alle Interessenten, nicht die Bildauswahl zu bemäkeln, sondern sich über die schöne Godesberger Landschaft zu freuen und froh darüber zu sein, dass man das Glück hat, hier zu leben.

 

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