VHH Bad Godesberg
VHH
Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.V.

Geschichten und Geschichte

(11. März 2017 Blickpunkt)

Den Band 54 der Godesberger Heimatblätter stellten in der vergangenen Woche Mitglieder des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg im Haus an der Redoute bei Bezirksbürgermeisterin Simone Stein-Lücke vor.

Die Titelseite des mehr als 200 Seiten   umfassenden   Buches über geschichtsrelevante Bad Godesberger Geschehnisse zeigt die Mehlemer Rheinaue als früher bevorzugtes Forschungsgebiet der Botanik und auch heute noch bekanntes Ausflugsziel. Der Bad Godesberger Naturforscher Dr. Hermann Josef Roth beleuchtet in den Godesberger Heimatblättern das Leben einiger Naturwissenschaftler aus Godesberg und Umgebung. Dabei zeigt er auf, dass viele Naturwissenschaftler von der Bonner Universität in der hiesigen Umgebung oft Feldstudien betrieben und zu neuen Erkenntnissen gekommen sind. Roth kann dabei als Naturwissenschaftler, Historiker und Theologe Zusammenhänge aufdecken und große Linien aufzeigen. Professor Dr. Wilhelm Meyer aus Meckenheim, Verfasser eines Standardwerks über Geologie und Vulkanismus in der Eifel, gibt in den Heimatblättern eine Einführung in die Erdgeschichte im Raum Bad Godesberg. Diese wird mit einem Bericht über die Ziele und Ergebnisse der letzten Forschungsbohrung auf dem Rodderberg im Jahre 2011  ergänzt.  Dieser Bericht stammt vom Niederbachemer Ulrich Flöhl und Dr. Sven Oliver Franz. Dr. Bruno P. Kremer schreibt über die bunte Biogeographie am Godesberger Rheinufer. Überraschend wird für viele Leser sein, .wie viele „typisch deutsche“ Pflanzen doch Einwanderer der jüngeren  Zeit sind. Professor  Dr. Wolfgang Böhme, vielen bekannt vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig, berichtet über seine Beobachtungen in seinem 1.000 qm großen Hausgarten am Annaberger Talhang. Es ist erstaunlich und faszinierend, welche zoologischen Schätze dort in den letzten 30 Jahren zu sehen waren und welche erstaunlichen Strategien verschiedene Tiere entwickeln. Seine Beobachtungen sind ansteckend, die Augen im Garten aufzumachen, sagt Dr. Martin Ammermüller, Vorsitzender des Vereins für Heimatpfle ge und Heimatgeschichte Bad Godesberg.

Dass Bonn seit 90 Jahren Zentrum der rheinischen Käferforschung ist, werden nur wenige Fachleute wissen. Professor Dr. Thomas Wagner berichtet über die Käferforschung und über das Entstehen der Sammlung, die ihre Heimat im Museum Koenig gefunden hat.

„90 Jahre Imperia-Motor-räder aus Bad Godesberg“ war im vergangenen Jahr der große Publikumserfolg in der Ausstellung im Haus an der Redoute. Der Kurator der Ausstellung Andy Schwietzer hat die Geschichte der Motorräder nochmals in der Heimatblätter-Buchveröffentlichung nachgezeichnet. Ernst Dietrich Baron von Mirbach beschreibt das Leben des Oberhofmeisters von Mirbach, der in einer besonderen Beziehung zu Godesberg gestanden hat und nach dem eine Straße benannt ist.

In einem kenntnisreichen und einfühlsamen Beitrag beschäftigt sich Esther Schumacher mit dem Leben der Künstler und ihrer Skulpturen um das Friesdorfer Hochhaus herum. Die in den 1950er-Jahren entstandenen Kunstwerke versuchen sehr unterschiedlich, Heimat und Nachbarschaft für die Neubürger zu vermitteln. Horst Heidermann kann über beachtliche Werke der Kunstschmiede Gernhard berichten, die erst aufgrund des Vermächtnisses zur Überlassung des Hauses Augustastraße 82 an den Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte bekannt geworden sind. Schließlich ist Bernd Birkholz dem Leben und Wirken des heute vergessenen Muffefendorfer Grottenbauers Johann Krämer nachgegangen. Dieser war ein weithin bekannter Spezialist für Lourdesgrotten.

Die 54. Auflage des farbig illustrierten Heimatblatt-Buches erhalten die 900 Mitglieder des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg kostenlos. Ansonsten ist das wieder sehr gelungene Buch für nur 10 Euro erhältlich beim Heimatverein im Rathaus (dienstags von 15-18 Uhr), bei Bad Godesberg Stadtmarketing im Verkehrspavillon am Ria-Maternus-Platz 1 und beim Kundencenter SWB in der Alten Bahnhofstr. 22 a.

VHH
Menü